Isny

In Isny herrschte noch vor 10 Jahren eine für die Isnyer Einzelhändler zufriedenstellende Situation in Altstadtkern/Fußgängerzone vor. Die Firma Feneberg war mitten im Altstadtkern in der Fußgängerzone mit einem Lebensmittelgeschäft mit rund 450 QM (geschätzt) angesiedelt. In wunderbarer Lauflage zu allen anderen Fachgeschäften. Die Feneberg-Filiale in der Wassertorstraße garantierte den umliegenden Fachgeschäften eine zusätzliche Kundenfrequenz. Gut für die anderen Einzelhändler, aber nicht perfekt für die Firma Feneberg. Die Filiale in der Innenstadt hatte keinen einzigen Kundenparkplatz. Das Ladengeschäft selbst war verwinkelt und und alles andere als praktisch geschnitten. Zu dem waren im Laufe der Jahre ausserhalb des Altstadtkerns viele weitere Lebensmittelmärkte entstanden, die kostenlose Parkplätze und ein entsprechend modernes und tiefes Warensortiment bieten konnten. Der Neubau eines modernen Lebensmittelmarktes war der Firma Feneberg aber in der Innenstadt verwehrt, weil keine entsprechenden Flächen vorhanden waren.

Als die Firma Feneberg dann Anfang der 2000er-Jahre an die Stadt Isny mit dem Wunsch herantrat am Ortsrand auf der "Grünen Wiese" einen Feneberg-Kaufmarkt bauen zu wollen, waren viele Stadträte und vor allem die Verantwortlichen von Isny Aktiv (der Isnyer Gewerbeverein) nicht begeistert von dem Wunsch. Deswegen weil die Angst bestand, dass so ein großer Lebensmittelmarkt am Ortsrand weitere Kunden aus der Fußgängerzone herauslockt und Feneberg den kleinen Lebensmittelmarkt im Altstadtkern schließen würde. Nachdem die Firma Feneberg signalisierte, dass sie den Lebensmittelmarkt in der Altstadt trotzdem weiterhin betreiben würde, stimmten die Gemeinderäte letztendlich dem Bauvorhaben zu.

Leider waren die Bedenken der Gemeinderäte und der Isnyer Einzelhändler berechtigt. Von Anfang an spürten die Einzelhändler in der Innenstadt, dass mit dem Feneberg-Kaufmarkt (und die im Tross entstandenen anderen Einkaufsläden) ein weiteres Einkaufsmagnet am Ortsrand entstanden war. "Aber gut" dachte man sich in Isny, besser die Bürger kaufen am Ortsrand von Isny ein, als dass sie gleich nach Leutkirch in den Feneberg-Kaufmarkt fahren - und so lange die Filiale in der Altstadt vorhanden ist, ist der Kundenabfluß sicher noch verkraftbar.

Doch dieses Trostpflaster währte nicht lange. Nach ein paar Jahren mußte dann die Feneberg-Filiale in der Altstadt schließen, weil sie aufgrund des schlechten Zuschnittes, der fehlenden Verkaufsflächen und der zurückgegangenen Kundenfrequenz nicht mehr rentabel betrieben werden konnte. Aus und vorbei!

Heute gibt es in Isnyer Altstadt/Fußgängerzone keinen Lebensmittelvollsortimenter mehr. Dieser Umstand empfinden viele Isnyer als großes Manko. Speziell für die älteren Mitbürger fehlt dieser lange Jahre liebgewonnene Frische-Lebensmarkt. Die Ladenfläche steht bis heute leer - noch wurde keine Nachnutzung gefunden.

Händeringend sucht die Gemeinde und die Öffentlichkeit nach einem Investor oder einer Lebensmittelkette, die im Isnyer Altstadtkern (Kurringer Haus) wieder ein Lebensmittelgeschäft eröffnet.

"Rechtlich können wir gar nichts tun"

ISNY - Claus Fehr, Wirtsschaftsbeauftragter der Stadt, und Hans-Peter Hummer vom Baurechtsamt haben beim Allgäutag Führungen im Sanierungsgebiet Südliche Altstadt gemacht. ... weiterlesen »


Feneberg schließt Laden in Isnyer Fußgängerzone

Isny / loe Als Gerücht ist die Nachricht schon länger umhergeschwirrt, doch jetzt ist endgültig sicher: Die Feneberg-Filiale in der Isnyer Wassertorstraße macht zum 1. Oktober zu. Das bestätigte am Montag Thomas Feneberg auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung. ... weiterlesen »